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projektarbeit "erwerbsarbeitslosigkeit"
GLÜCK(S)LOS ARBEITSLOS?
von Sabine Haslinger |
| Finden alle, die arbeiten wollen auch eine Arbeitsstelle oder geht unserer Gesellschaft die Arbeit aus? Derzeit sind 11% der WienerInnen ohne Job. Die Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen sind weitreichend: Laufende Absagen, Spannungen in der Familie und mangelndes Verständnis setzen Arbeitsuchende enorm unter Druck. Die finanziellen Einbußen wirken sich schnell auf das soziale Leben aus – viele können oft nicht mehr mit ihren FreundInnen mithalten, wenn beispielsweise ein Kinobesuch zu teuer wird. Doch wohin mit den Problemen, wenn man nicht mehr weiter weiß? |
| Die MitarbeiterInnen der AGENDA 21 am Alsergrund führten im Herbst 2005 Gespräche mit erwerbslosen Menschen am AMS Währinger Gürtel. Ziel war es, die Anliegen der direkt Betroffenen zu erfragen, um Handlungsansätze zu entwickeln. Welche dringenden Bedürfnisse bestehen und was kann für eine Verbesserung der Situation getan werden? |
| Engagierte erwerbslose AlsergrunderInnen wollen die gesammelten Ideen nun in die Tat umsetzen. Ihr erster Ansatz: Eine Selbsthilfegruppe befindet sich in Gründung. Was dort passieren soll, beschreibt Peter: „Es wäre fein, eine Anlaufstelle zu haben, wo sich arbeitslose Menschen treffen können, um sich auszutauschen, einfach nur reden. Das Allerwichtigste ist immer noch ein Gespräch. Denn wenn man immer nur hinunterschluckt, kommt es irgendwann zum großen Desaster.“ |
| Das zweite Anliegen der Aktiven ist, auf die schwierige Lebenssituation während der Erwerbslosigkeit aufmerksam zu machen. Bei einer Veranstaltung zum Thema Arbeitslosigkeit solle dem Mythos der „glücklichen“ und „faulen“ Arbeitslosen entgegengetreten werden. „Es liegt mir nicht, untätig zu Hause zu sitzen und die Zeit verstreichen zu lassen. Für mich ist die Situation unerträglich“ beschreibt Peter seine Situation. |
| Doch nicht alle Schwierigkeiten lassen sich von den Betroffenen selbstorganisiert lösen. Erwerbsarbeitslose Menschen haben häufig Krisensituationen zu bewältigen, die professioneller Hilfe bedürfen. Als Institution für eine nachhaltige Entwicklung ist es uns wichtig, innovative Lösungen zu erarbeiten, um drohendem sozialen Abstieg und gesundheitlichen Problemen entgegenzuwirken. Die AGENDA 21 am Alsergrund arbeitet daher mit dem AMS und Betroffenen daran, ein geeignetes Modell zur Unterstützung zu entwickeln. |
| Die Treffen der Selbsthilfegruppe finden ab 8. Mai 2006 jeden Montag um 18.00 Uhr im AGENDA-Büro (Liechtensteinstraße 81, 1090 Wien) statt. |
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